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Gesunde Ernährung durch Rohkost

Gesunde Ernährung durch Rohkost
Gesunde Ernährung durch Rohkost

Viele Leute können den Begriff Rohkost nicht richtig greifen: Im kollektiven Gedächtnis scheint die Annahme verbreitet, es handele sich im wahrsten Sinne des Wortes um “halbgare” Lebensmittel, die für sich genommen keine vollwertige Ernährungsbasis darstellen. Zudem ist die wirklich tiefgreifende Kenntnis über die Besonderheiten von Rohkost oftmals nicht wirklich ausgeprägt. Generell existieren viele Abnehm-Irrtümer, die es zu klären gilt. Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen nicht nur Eigenarten, Definition und Bestandteile von Rohkost vor, sondern präsentieren Ihnen auch zwei leckere Rohkost-Gerichte, mit denen Sie Ihre tägliche Ernährung gesund und fettarm aufwerten können.

Das Problem mit der Definition

Könnten Sie eine präzise Definition für das Wort Rohkost aus dem Stegreif heraus geben? Vermutlich nicht. Damit sind Sie nicht alleine: Im gesamten deutschen Sprachraum gibt es mehrere Rohkost-Ernährungslehren, die allesamt eine eigene Definition ausweisen. Enzyklopädien und Lexika, wie zum Beispiel der Brockhaus, definieren Rohkost als “Eine pflanzliche Kost, bestehend aus rohem (ungekochtem) Obst oder Gemüse”.

Die Gießener Rohkoststudie hingegen versteht unter Rohkost-Ernährung “Eine Ernährung, die weitgehend oder ausschließlich unterhitzte  pflanzliche (teilweise auch tierische) Lebensmittel enthält”. Darunter fallen jedoch auch Lebensmittel, zu deren Herstellung eine gewisse Hitzezufuhr benötigt wird. Dies sind zum Beispiel Trockenfleisch, Trockenfrüchte oder bestimmte Nussarten. Auch können kaltgeräucherte Produkte, etwa Fisch, Teil der Rohkost-Ernährung sein. Auch bei formoline bieten wir Ihnen eine Definition im Abnehm-ABC an. Dennoch bleibt festzuhalten: Es existiert keine allgemeingültige Definition.

Rezept 1: Rohkost mit Kräuterquark

Hier kommt Rohkost-Rezeptvorschlag Nummer 1: Verfeinern Sie das Rohkost-Erlebnis mit einem würzigen Quark zum Dippen. Sie brauchen keine lange Vorbereitungszeit - kurz zubereiten und drauf los snacken!

Kalorienangabe:

Pro Portion enthält das Gericht 172 kcal.

Zutaten:

  • 100 g Salatgurke
  • 1 rote Paprika (100 g)
  • 1 Möhre (80 g)
  • 100 g Magerquark
  • 1 EL Saure Sahne (10 % Fett, 15 g)
  • 2 EL frische Kräuter
  • etwas Mineralwasser
  • etwas Zitronensaft
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • etwas Pfeffer, Cayennepfeffer und Salz

Zubereitung:

Quark, Mineralwasser und Saure Sahne in einer Schüssel gut verrühren. Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Knoblauch abziehen und würfeln. Die Kräuter und den Knoblauch unter den Quark mischen und mit Pfeffer, Cayennepfeffer, Zitronensaft und Salz abschmecken. Das Gemüse waschen, putzen, in Streifen schneiden und in den Kräuterquarkdip tauchen. Ein erfrischendes Rezept ganz ohne Kochhitze. Gerade an wärmeren Tagen stellt die Kombination aus frischem Gemüse und kühlem Quark eine willkommene Erfrischung dar.

Rohkost-Theorie

Beim andauernden Erhitzen von Nahrung werden temperaturempfindliche Stoffe zerstört. Dazu gehören beispielsweise Chlorophyll, ungesättigte Fettsäuren oder Vitamin C. Auf der anderen Seite gibt es auch Stoffe, die erst durch den Erwärmungs-Vorgang entstehen. Acrylamid etwa ist ein derartiger Stoff, der insbesondere in sehr stark erhitzten Lebensmitteln vorkommt – zum Beispiel in Pommes Frites. Sobald Fett erhitzt wird, bilden sich Zersetzungsprodukte, die nicht förderlich für eine gesunde Ernährung sind. Unter anderem werden konjugierte oder freie kurzkettige Fettsäuren hervorgerufen.

Als echter Pionier für das Postulat der Vorteile von Rohkost gilt der deutsche Bakteriologe und Hygieniker Werner Kollath. Dieser stellte 1942 sein Vollwertkost-Ernährungskonzept vor, in dem die Bedeutung von frischen, unveränderten und vor allem unerhitzten Lebensmitteln betont wird. Laut Kollath weisen nur weitgehend unbehandelte Lebensmittel genügend essentielle Inhaltsstoffe vor. Durch ihr Fehlen könne eine Mangelernährung resultieren, die chronische Krankheiten mit sich bringt. Die größten Vorteile von Rohkost sah Kollath vor allem darin, dass hitzeempfindliche Stoffe beim Essen mit aufgenommen werden. Dazu gehören unter anderem Sekundärpflanzenstoffe, Vitamine oder Enzyme.

Rezept 2: Rohkost mit Avocado-Dip

Unser zweiter leckerer Rezeptvorschlag: Wenn Sie eine schmackhafte Alternative zum klassischen Quark suchen, probieren Sie es doch einmal mit einem cremigen Avocado-Dip.

Kalorienangabe:

Pro Portion enthält das Gericht 218 kcal.

Zutaten:

  • 60 g Avocado
  • 30 g fettarmer Joghurt (1,5 % Fett)
  • etwas Zitronensaft
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • etwas Pfeffer, Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • 1 Paprika (100 g)
  • 1 Möhre oder Selleriestange (80 g)
  • 70 g Salatgurke

Zubereitung:

Die Avocado schälen, vom Kern lösen und in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Mit Joghurt, Zitronensaft und zerdrücktem Knoblauch gut vermischen und mit Pfeffer, Salz, Zucker und Cayennepfeffer würzen. Gemüse waschen, putzen, in Streifen schneiden und auf einem Teller anrichten.

Unser Tipp: Geben Sie den Avocadokern in die fertige Avocadocreme, damit die Creme nicht so schnell braun wird.

Gesundheitliche Faktoren von Rohkost

Von der deutschen Gesellschaft für Ernährung wird ein anteiliger Verzehr von Rohkost empfohlen. Dieser erfolgt meistens durch die Aufnahme von Obst und Gemüse. Bei einem Diät-Vorhaben ist es zudem sinnvoll, die Ernährung mit einem größeren Rohkostanteil aufzufüllen.

Auch für Rohkost gilt der Grundsatz: Eine ausgewogene Ernährung ist tendenziell eher zu empfehlen, als eine einseitige. Nutzen Sie das reichhaltige Angebot an verschiedenen Obst und Gemüsesorten, auf das Sie auch saisonal eingehen können.

Informieren Sie sich darüber hinausgehend im formoline Buch über weitere Ratschläge, Rezepte und Ideen, die sie bei einer Diät unterstützen. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken von neuen Rezeptideen und vor allem: Guten Appetit!