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Gesund als Vorbild für die Kinder

Gesund als Vorbild für die Kinder
Gesund als Vorbild für die Kinder

Stellen Sie sich vor, Sie und einige Kinder stehen vor einer roten Fußgängerampel. Würden Sie jetzt die Straße überqueren? Natürlich nicht. Schließlich wollen wir nicht nur unseren, sondern auch anderen Kindern ein gutes Vorbild sein. Warum also gehen viele Menschen mit Sprösslingen ins Fastfood Restaurant, sitzen mit ihnen das ganze Wochenende, selbst bei schönem Wetter, Zuhause oder kaufen häufiger Fertiggerichte als frisch für die Familie zu kochen? Die Logik ist die gleiche und doch handeln wir anders. Fehlt die rote Signalfarbe, die unverkennbar signalisiert, in welcher Situation wir uns befinden?

Die Lebensmittelampel

Mitte der 2000er wurde innerhalb verschiedener europäischer Länder eine leicht verständliche Kennzeichnung der Lebensmittelverpackungen gefordert, um einer falschen Ernährungsweise in der Bevölkerung entgegenzuwirken. Der Verbraucher sollte so noch vor dem Kauf vor hohen Fett-, Zucker- und Salzwerten gewarnt werden. Studien, die versuchten die Wirksamkeit solcher Ampeln zu bestätigen, lieferten aber kein einheitliches Ergebnis.

“So ein Quatsch”, denkt man sich, “schließlich brauch ich doch keine Ampel, um zu wissen was gesund ist!” Doch woran liegt der unverantwortliche Umgang mit der Gesundheit dann? Schließlich wissen wir, welche Vorbildfunktion wir für die Jüngsten der Gesellschaft einnehmen. Liegt es daran, dass uns das Warten an der Ampel nicht mehr kostet als ein paar Sekunden, während die Ernährung ein wichtiger Teil unseres Lebens ist? Ist uns der Genuss von fettigen, süßen und salzigen Leckereien gar wichtiger als unsere Vorbildfunktion?

Was es auch ist, jeder von uns steht jeden Tag erneut vor der Entscheidung, was er frühstückt, zu Mittag, zu Abend und zwischendurch isst. Und ob wir es wollen oder nicht: Unsere Kinder lernen am meisten dadurch, was die Eltern vormachen.

Einer der leichtesten Wege, die Kleinen für gesundes Essen und Sport zu begeistern, ist es, selbst davon überzeugt zu sein. Wer daran nämlich Spaß findet, gibt das direkt an die Kinder weiter.

Schritt für Schritt

Besonders wichtig dabei ist es, selbst auch wirklich Spaß an dieser Lebensweise zu finden. Wer von „überhaupt keinen Sport“ auf sofort sieben Mal die Woche umsteigt, schädigt nicht nur die eigene Motivation, sondern auch die eigene Gesundheit. Schließlich braucht der Körper einige Zeit, um sich auf die ungewohnte Belastung einzustellen. Mit der Ernährung ist es ähnlich. Zwar ist es für den Körper sogar gut, sofort auf gesunde Mahlzeiten umzusteigen, unser Kopf wird dabei aber auf die Probe gestellt. Wer sofort und ohne Kompromisse auf Schokolade, Burger, Pizza, Cola und Co. verzichtet, hat größere Probleme durchzuhalten, als jemand, der sich ab und zu kontrolliert kleinere Sünden gönnt.

Entschleunigung

Sie stehen mitten im Leben, treiben viel Sport, ernähren sich gesund, aber der Blutdruck will trotzdem nicht sinken? Wahrscheinlich geht es Ihnen wie vielen anderen Berufstätigen: Sie sind zu sehr gestresst. Ja, wir wissen, es gibt immer viel zu tun. Gerade als Elternteil muss man aber lernen “Nein” zu sagen. Das gilt nicht nur gegenüber den eigenen Kindern, sondern auch nach außen. Sagen Sie “Nein” zu Überstunden. Lassen Sie die Arbeit in der Arbeit. Sagen Sie “Ja” zu Pausen, Spaziergängen und Zeit mit der Familie. Widmen Sie sich Ihren Hobbies und versuchen Sie, früh schlafen zu gehen.

Das unschlagbare Argument

Ein Argument für eine gesunde Lebensweise ist unschlagbar. Das gilt für (werdende) Eltern besonders. Wer gesund lebt, lebt länger. Man möchte mit seinem Nachwuchs möglichst lange Zeit verbringen, den Schulabschluss miterleben, den ersten Job und am liebsten auch noch die Hochzeit. Außerdem wäre es auch schön, die Enkelkinder noch groß werden zu sehen, finden Sie nicht? Das können Sie, Sie müssen nur jetzt anfangen, etwas dafür zu tun.